ProCoReX Europe GmbH

ISO/IEC 21964 | SCHUTZKLASSEN & SICHERHEITSSTUFEN

Schutzklasse und Sicherheitsstufe für Datenträger richtig festlegen

Die Schutzklasse beschreibt den Schutzbedarf der Informationen. Die Sicherheitsstufe legt fest, wie weit ein Datenträger unlesbar gemacht werden muss. ProCoReX ordnet Verfahren anhand von Datenart, Medium und Risiko ein.

ZWEI ENTSCHEIDUNGEN, EIN SICHERER PROZESS

Schutzklasse und Sicherheitsstufe nicht verwechseln

Eine hohe Schutzklasse führt nicht automatisch bei jedem Medium zur gleichen Zerkleinerung. Erst die Kombination aus Schutzbedarf, Datenträgertyp und gewünschter Unlesbarkeit ergibt das geeignete Verfahren nach ISO/IEC 21964.

Schutzklasse 1

Normaler Schutzbedarf für interne Informationen, deren Offenlegung begrenzte Folgen hätte.

Schutzklasse 2

Hoher Schutzbedarf für vertrauliche Daten mit erheblichen möglichen Folgen bei Offenlegung.

Schutzklasse 3

Sehr hoher Schutzbedarf für besonders sensible oder existenziell relevante Informationen.

höchste schutzklasse 3 von 3 für sensible daten

Die Sicherheitsstufe hängt vom Medium ab

Festplatten, SSDs, Magnetbänder, optische Medien und Papier werden unterschiedlichen Medienkategorien zugeordnet. Die Stufenbezeichnung muss deshalb immer zusammen mit dem Medium gelesen werden.

  • H für magnetische Festplatten
  • E für elektronische Datenträger wie SSD und Flash
  • T für magnetische Datenträger wie Bänder
  • O für optische Datenträger
  • P für Informationen auf Papier

So wird das passende Verfahren bestimmt

Die Einstufung sollte vor Abholung und Vernichtung dokumentiert werden.

1. Datenarten

Personenbezogene, vertrauliche oder besonders sensible Informationen einordnen.

2. Risiko

Mögliche Folgen einer Wiederherstellung oder Offenlegung bewerten.

3. Schutzklasse

Normalen, hohen oder sehr hohen Schutzbedarf festlegen.

4. Medium

HDD, SSD, Flash, Band oder anderes Speichermedium bestimmen.

5. Sicherheitsstufe

Erforderliche Unlesbarkeit nach ISO/IEC 21964 auswählen.

6. Nachweis

Vorgabe in Auftrag und Dokumentation eindeutig festhalten.

Schutzklasse 3 und Stufe 5: häufig relevant, nicht pauschal

Bei besonders sensiblen Unternehmens- oder Behördendaten kann Schutzklasse 3 mit einer hohen Sicherheitsstufe wie H-5 oder E-5 angemessen sein. Die konkrete Einstufung muss jedoch zum Datenträger und Risiko passen.

H-5

Bezeichnung für magnetische Festplatten bei entsprechend hohem Sicherheitsbedarf.

E-5

Bezeichnung für elektronische Datenträger wie SSD oder Flash bei entsprechendem Bedarf.

Projektvorgabe

Datenträgertyp, Stufe und Nachweisumfang sollten vor Beginn schriftlich feststehen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Schutzklasse und Stufe?

Die Schutzklasse bewertet die Daten; die Sicherheitsstufe beschreibt das Ergebnis der Vernichtung für ein bestimmtes Medium.

Ist Stufe 5 immer erforderlich?

Nein. Die Stufe muss aus Schutzbedarf, Datenträgertyp und Risiko abgeleitet werden.

Gilt H-5 für SSDs?

Nein. H bezieht sich auf magnetische Festplatten; für elektronische Speicher wird die E-Kategorie verwendet.

Welche Norm ist aktuell maßgeblich?

Im Projekt wird ISO/IEC 21964 als Referenz für Schutzklassen und Sicherheitsstufen verwendet.

NÄCHSTER SCHRITT

Schutzbedarf vor der Vernichtung eindeutig festlegen

Wir unterstützen bei der Zuordnung von Datenträgern, Schutzklasse, Sicherheitsstufe und erforderlichem Nachweisumfang.